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Theaterwissenschaftliches Tutorium im Sommersemester 2010

12. April 2010

Räume schaffen/besetzen/erspielen

Donnerstags 18.00-20.00, Seminarraum I
Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin

Studierende fordern sich mit Recht immer wieder ihren Freiraum innerhalb des universitären Kontextes ein, manchmal wird er ihnen gewährt, manchmal nicht. Mit Michel de Certeau „ist der Raum ein Ort, mit dem man etwas macht“ (Kunst des Handelns, S. 218). Unser Ort wäre also das Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, was machen wir nun damit? Die studentische Initiative Margins Out/Incorporated hat in diesem Sinne zwei Tagungen organisiert und gesehen, dass ein studentisches Interesse zur wissenschaftlichen Äußerung an diesem Ort da ist. Der aktuelle Bildungsstreik verdeutlicht, dass auch ein unipolitisches Interesse in der Studierendenschaft vorhanden ist. Die Studentin, der Student zeigt, dass er als sich bildendes Wesen wahrgenommen werden will. Unipolitische und wissenschaftliche Fragestellungen sind in Person des Studierenden immer schon miteinander verbunden und nicht voneinander zu trennen. An diesem Punkt will das Tutorium „Räume schaffen/besetzen/erspielen“ ansetzen. Wie kann der Studierende den Raum der Universität mitgestalten und für sich besetzen? Das Tutorium will dafür ein kontinuierliches Forum öffnen, in dem einerseits uni- und institutspolitische Probleme diskutiert werden können. Andererseits soll dieser Freiraum aber auch dem studentischen wissenschaftlichen Denken ermöglicht werden – denn Bildung findet nicht nur durch den Lehrenden statt, sondern Bildung findet auch im gemeinsamen studentischen Gedankenaustausch statt.
Das Programm des Tutoriums ist offen gedacht. Das Thema Raum soll als roter Leitfaden dienen, ohne ein festes Curriculum zu etablieren. Auf Anregung der Teilnehmenden soll ein eigenes Programm erarbeitet werden, das möglichst flexibel auf aktuelle Fragestellungen Bezug nehmen kann. Die Sitzungen können sich in einer Vielfalt von thematisch wissenschaftlichen Sitzungen über unipolitische Foren bis hin zu Hilfestellungen für Haus- und Abschlussarbeiten ansiedeln.

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